"Schön-Wetter-Klausel" und Geschwindigkeitsbeschränkung

Autonome Autos dürfen in Kalifornien liefern

Kalifornien gehört derzeit zu den weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Regionen – die Lage ist dort anscheinend völlig außer Kontrolle. Wer deshalb ungern den Kontakt mit anderen Menschen sucht und trotzdem einkaufen möchte, erhält bald Gelegenheit dazu. Das Start-Up Nuro darf seine autonom agierenden Fahrzeuge künftig auf den dortigen Straßen fahren lassen – und so Waren völlig kontaktlos zu den Menschen bringen.

Die Fahrzeuge sollen in den Counties San Mateo und Santa Clara eingesetzt werden. Dabei wird vorerst  für einen renommierten Partner geliefert, der aber noch nicht namentlich genannt wurde. Nuro setzt dafür zuerst seinen Fuhrpark an umgebauten Toyota Prius ein, bevor in einem zweiten Schritt die speziell für das Unternehmen konstruierten elektrischen R2-Fahrzeuge zu den Verbrauchern rollen.

Trotz Auflagen begehrt

Die gewährte Betriebserlaubnis schränkt Nuro allerdings etwas ein. So dürfen die Fahrzeuge eine Höchstgeschwindigkeit von 56 Kilometern pro Stunde nicht überschreiten. Dies ist aber nur ein geringes Hindernis, da das R2-Modell ohnehin nur maximal 40 Kilometer in der Stunde schafft. Schwerwiegender fällt da eine „Schön-Wetter-Klausel“: Bei schlechten Witterungsbedingungen müssen die autonomen Fahrzeuge in der Garage bleiben.

Das Interesse an Nuro ist sehr hoch, wie auch die Investitionen zeigen. Allein im November erhöhte sich das verfügbare Kapital des Unternehmens dank einer neuen Finanzierungsrunde um weitere 500 Millionen Dollar.

Der Nuro R2 fährt etwas später los. (Bild: Nuro)