Imagr startet in Japan

Autonomes Shopping ohne große Umbauten

Kunden gehen in die Filiale, legen Produkte wie gewohnt in ihren Einkaufskorb bzw. -wagen und verlassen das Geschäft wieder, ohne die Kasse zu nutzen. So sieht es das Konzept des neuseeländischen Unternehmens Imagr vor. Dessen System für autonomes Shopping verzichtet komplett auf Scanvorgänge seitens der Verbraucher und erfordert nur wenig neue Hardware. Im japanischen Osaka wird es nun vom Großkonzern H20 erstmals außerhalb Neuseelands getestet – in einem rund 850 Quadratmeter großen Supermarkt.

(Bild: Imagr)

In dem Geschäft gibt es etwa 8.000 unterschiedliche Produkte, die alle von dem System erkannt werden sollen. Die wichtigste Hardware sitzt dabei direkt in dem Transportkorb, den Kunden mit auf ihre Einkaufstour nehmen. Eine Kombination aus Kameras und Sensoren erkennt dort via Bilderkennung, welche Produkte Verbraucher hineinlegen bzw. wieder ins Regal zurückstellen. Sämtliche Vorgänge können Interessierte in der White-Label-App von Imagr nachverfolgen, die für den Einkauf mit dem System derzeit verpflichtend ist.

Händler benötigen ansonsten nur eine Aufladestation für die Transportkörbe (größere Einkaufswagen sind in Vorbereitung), einen Server in der Größe eines Desktop-Computers sowie eine Imaging Station. Über diese lassen sich neu hinzukommende Produkte in Sekundenschnelle einscannen, damit auch sie von dem System komplett erfasst werden.

Sollte das System im Testbetrieb erfolgreich sein, dürfte es aufgrund der niedrigen Installationshürden bald in weiteren der 152 Oasis- and Izumiya-Supermärkte von H20 zum Einsatz kommen. Imagr will zudem nach Europa und Australien expandieren.