Ladenerlebnis im Internet

In Kanada haben zwei Unternehmen zu einer ungewöhnlichen Kooperation zusammengefunden. Wer beim Lebensmittel-Lieferdienst Inabuggy bestellen möchte, kann dazu auch eine virtuelle 3D-Filiale aufsuchen – die auf einem realen Geschäft basiert.

(Bild: CNW Group/Inabuggy)

Verbraucher dürfen optional die Gänge des Feinkostladens McEwan Don Mills in Toronto aufsuchen, wenn sie mit der App oder auf der Webseite von Inabuggy einkaufen wollen. Die Wege durch das Geschäft wurden kuratiert, so dass sich schnell die gewünschten Produkte bzw. Kategorien finden lassen.

Angeboten werden unter anderem Frische-Produkte, Fleisch, Fisch, Fertiggerichte in Restaurantqualität sowie Gourmet-Lebensmittel. Bei einem Klick auf eine Markierung können sich Kunden zu einer Produktauswahl weiterleiten lassen, die den jeweiligen Bereich im Laden repräsentiert. Zumindest in der Obst- und Gemüseabteilung darf man sich aber auch gleich spezifische Artikel „greifen“.

Für Kundenbindung und Bequemlichkeit

„Unser erstes virtuelles Einkaufsportal, das mit McEwan Don Mills pilotiert wurde, bietet den Kunden einen Einblick in das Online-Einkaufserlebnis der Zukunft“, erklärt Julian Gleizer, CEO und Gründer von Inabuggy. „Dieses Premium-Erlebnis erhöht sowohl die Kundenbindung als auch die Bequemlichkeit und gibt den Kunden die Möglichkeit, die Artikel in jedem Gang aus nächster Nähe zu betrachten, so dass sie das Gefühl haben, sich physisch im Laden zu befinden.“

Dass das Unternehmen stationäre Geschäfte in seinem Service abbilden kann, liegt ein wenig an seinem Businessmodell. Inabuggy ermöglicht es kanadischen Verbrauchern, Artikel online zu bestellen und schickt dann Personal Shopper los, die diese einkaufen und bis zur Haustür bringen. So unterstützt es den lokalen Handel direkt. McEwan ist zudem ein direkter Partner von Inabuggy beim Online-Shopping.

Noch kein VR-Shopping?

Technisch setzt die Lösung auf die Ladenvisualisierung von Matterport, dank der die Filiale vor allem in der virtuellen Realität (VR) richtig glänzt. Allerdings scheint beim Einsatz von VR das Einkaufen schwieriger zu werden: In unserem Probelauf mit dem Oculus Quest 2-Headset ließen sich die Produkte zwar besser als am klassischen PC oder Smartphone bewundern. Aber zumindest auf Anhieb fanden wir keine Option, mit der wir sie auch hätten erwerben können.